Von Perlen und Rubinen
Dass Perl so ziemlich die beste Programmiersprache der Welt ist, steht wohl außer Frage und sollte jedem bekannt sein.
Nirgends kann man schöneren, kürzeren, kryptischeren und vor allem cooleren Code komponieren, als mit der Mutter aller Programmiersprachen. Gern werden die Perl-Programmierer von Java-Enthusiasten und DotNet-Verehrern belächelt, doch jeder weiß, das Alles ist nur Neid und vor allem der Wunsch selber diese elegante Sprache zu können. Meine Freunde aus der zweitbesten Firma der Welt werden mir hier sicherlich hundertprozentig zustimmen.
Und der schöne Auspruch “Code is Poetry!” trifft wohl nur auf Perl so richtig zu.
Doch es tut sich was auf dem Olymp der coolsten Programmiersprache. Perl bekommt Konkurrenz und zwar ordentlich! Nachdem man bei Perl schon seit Jahren auf die heißersehnte Version 6 wartet, scheint in einer anderen Sprache die Idee von Perl weiterzuleben: Ruby.
Filed under Men at work, My 2 Cents, Nichts ohne Strom | Comments (2)Immer noch am Markt
So, das erste halbe Jahr ist rum und mein kleines Business läuft erstaunlicherweise immer noch. Aus dem Experiment “Selbstständigkeit” ist mittlerweile tagtägliche Realität geworden.
Wenn man ein bisschen Bilanz ziehen will, würde wohl folgendes unterm Strich stehen:
Da ich bisher nur für einem einzigen Kunden gearbeitet habe, fühlt sich die Sache nicht viel anders an, als bei nem Angestelltenjob. Man tut Tag für Tag seine Pflicht, steckt eine ganze Menge Enthusiasmus in die Sache und letztendlich herrscht das Chaos. Die Projekte sind hier zwar auch nicht anders, aber ich glaube die Projektorganisation wird umso chaotischer, je größer die Firma ist. Und mein derzeitiger Auftraggeber heißt nicht umsonst “Gelber Riese”. Aber je chaotischer hier als abgeht, desto mehr Arbeit haben die für externe Mitarbeiter wie mich.
Motivation bringt diese Selbstständigkeitssache auch. Nicht dass ich jeden Morgen aus dem Bett hüpfe, als ob ich Gummebärensaft geschluckt hätte, und mich auf die Arbeit freue, wie ein kleines Kind auf Weihnachten, aber hin und wieder hilft ein Gedanke an das “in die eigene Tasche arbeiten” den Tag zu überstehen. Manchmal sitzt man irgendwo, träumt so vor sich hin und grinst plötzlich ein wenig und findet den Gedanken, selbstständig zu sein, doch irgend wie ganz befriedigend.
Filed under Me, Myself and I, Men at work, Schubladendenken, nein danke. | Kommentare sind deaktiviertLesben, Basketball und dusselige Tauben
Der Bildschirmpunkt-Mechaniker im Interview:
Am Dienstag ist eine neue Serie auf Pro7 – “The L Word” gestartet. Muss man die kucken?
Ich würde einfach mal schätzen, dass 80% der Zuschauer am Dienstag Männer waren, die auf den selten dämlichen Untertitel “Wenn Frauen Frauen lieben” reingefallen sind, und Frauen mit leicht lesbischen Neigungen erwartet haben, die mit ihrer Sexualität experimentieren und dann mit einem zufällig in die Szene platzenden Mann einen flotten Dreier auf die Matratze legen.
Nee, so ne Serie ist es nicht. Eigentlich eher ein Sex and the City in LA. Weiß noch nicht, ob das so richtig tiefgründig wird. Muss man wohl abwarten.
Dieser deutsche Basketballer in Amerika spielt irgendwie ganz gut, oder?
Oh Mann! Ich könnte den ganzen Tag nur “M! V! P!” schreien. Continue reading »
Filed under Elf Freunde sollt ihr sein!, Flimmerkasten, Men at work | Kommentare sind deaktiviertMorgenstund’ und so
Eine der Sachen, die der neue Job mit sich bringt, ist eine freiere Zeiteinteilung. Was eigentlich weniger mit der neuen Arbeit zu tun hat, als mehr mit der kürzeren Fahrzeit und der Unabhängigkeit von der Bahn. Aber trotzdem, eine Stunde mehr am Tag und flexibleres Kommen und Gehen eröffnen einem einfach mehr Möglichkeiten.
Ich habe in den letzten beiden Wochen allen Mut zusammen genommen und habe an einigen Tagen gleich nach dem Aufstehen die Laufschuhe angezogen und bin durch den Park gesprungen. Naja gesprungen nicht, eher gestampft, aber das federleichte kommt bestimmt noch. Auch nicht besonders lange und nicht weit, aber ne halbe Stunde am Morgen macht einen auf jeden Fall erstmal wach.
Zum kompletten Yuppie-Dasein fehlt jetzt nur noch, dass ich mich nach dem Joggen (und natürlich duschen) mit nem Laptop in ein Café setze, in Ruhe einen Café Latte trinke, meine E-Mails checke und dann irgendwann kurz vor Mittag ins Büro schlendere.
Aber dem Winterspeck rückt man auf diese Weise vielleicht auch ein bisschen zu Leibe. SIE wird langsam böse, dass ich immer noch einen dickeren Bauch habe als sie :-)
Filed under Elf Freunde sollt ihr sein!, Me, Myself and I, Men at work | Comments (2)Wunderliche IT-Welt
Wir leben ja in einer Welt voller Come Togethers, Project Meetings und Conference Calls.
Heute auf dem Büroflur wurde es dann aber sehr bizarr. Aus einem Konferenzraum schallte ein lautes Gespräch, das deutlich erkennbar aus dem Lautsprecher eines dieser Konferenztelefone kam. Ganz klar: hier findet einer der eben erwähnten Conference Calls statt. Kurzer Blick in den Raum. Niemand da. Die Telefonanlage plapperte vor sich hin und kein Zuhörer weit und breit.
Ich weiß leider nicht ob der Teilnehmer auf unserer Seite nur mal kurz weg war (“der labert so viel, merkt der eh nicht …”) oder ob der Sprecher am anderen Ende der Leitung unbedingt solche Gespräche braucht, um sein Selbstwertgefühl zusteigern, auch wenn ihm niemand zuhört, oder wie es sonst zu dieser Situation kam.
Amüsant war es auf jeden Fall. Wir haben sogar Meetings zu den keiner hingehen muss.
Filed under Men at work, Nichts ohne Strom | Kommentare sind deaktiviertLand unter
Kurze Wortmeldung aus Dresden, wo ich die letzten beiden Tage für ein neues Projekt verbringen durfte.
Die Elbe sieht irgendwie bedrohlich aus. Die ersten Straßen am Ufer mussten schon gesperrt werden. Um die Elbdampfer und ihre Anlegestege zu erreichen, muss man ungefähr 10 Meter schwimmen. Einheimische sagen, dass das noch lange nicht alles ist. Das richtige Hochwasser kommt wohl erst in ein, zwei Wochen.
Außer den überfluteten Elbwiesen, der Frauenkirche im Vorbeifahren und dem Zwinger auf der nächtlichen Fahrt zum Hotel, haben wir allerdings nicht viel von Dresden mitbekommen. Nur hier und da diesen herrlichen Dialekt, der einem im Ohr klingelt :-)
Aber wenn ich “Glück” habe, komm ich früher in den Genuss von noch mehr Dresden als mir lieb sein kann …
Filed under Men at work, Über Stock und Stein | Comments (6)Viel zu tun, wenig Zeit
Ich bin in letzter Zeit nicht allzu oft zum Bloggen gekommen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich jetzt als Selbständiger zwar mehr Zeit vorm Computer sitze als früher, aber viel weniger Zeit habe, mich um solche Dinge wie mein Weblog zu kümmern. Aber ich versuch natürlich immer mal wieder ein paar Minuten zu finden, um ein, zwei Sätze zu posten.
Der letzte Monat brachte viel Neues. Einen Monat als werdender Vater und einen Monat als eigener Brötchengeber. Beides hat schöne Seiten, beides ist aber auch nicht nur Zuckerschlecken.
Bei der Schwangerschaftssache kommt erstmal viel Freude auf. Jedes neue Ultraschallbild, das den Nachwuchs immer deutlicher zeigt, wird genauestens betrachtet. Man freut sich miteinander über das, was da kommt und plant gemeinsam allerlei Dinge für die Zukunft. Aber man macht sich auch unglaublich viel Sorgen um die kleinsten Dinge. So bald die Gute mal ein Zwicken hat, fragt man sich gleich, was das zu bedeuten hat und ob das gut oder schlecht ist. Und selbst ich habe reichlich Bammel vor jedem ihrer Frauenarzttermine, ob denn was festgestellt wird oder ob wirklich alles in Ordnung ist.
Filed under 1 + 1 = 3, Men at work, My 2 Cents | Kommentare sind deaktiviertDickes Gehalt
Ganz überrascht war ich. Ein bisschen geschockt sogar. Wie kam ich denn dazu? Warum fiel mein letztes Gehalt bei meiner Ex-Firma so reichlich aus? Sollten sie auf meine letzten Tage doch noch spendabel geworden sein und einen kleinen Bonus haben springen lassen?
Noch erstaunlicher war das etwas zu groß dimensionierte Gehalt in Anbetracht der Tatsache, dass sie mir eigentlich ein kleines Vermögen abziehen wollten. Für Vorauszahlungen, die nach meiner Kündigung quasi umsonst gemacht und nun zurück verlangt wurden.
Naja, wie auch immer. Die Freude über das üppige Gehalt hielt nicht lange. Am nächsten Tag kam eine kurze Mail, dass das Steuerbüro einen kleinen Fehler gemacht hätte, und die Rückforderung seitens der Firma aus Versehen zu einer Gutschrift zu meinen Gunsten mutierte. Es täte ihnen leid, aber sie müssten die zuviel gezahlten Euro zurückfordern.
Naja. Da kann man wohl nichts dran ändern. Die Ereigniskarte “Bankirrtum zu Ihren Gunsten” gibts wohl nur bei Monopoly.
Filed under Men at work | Kommentare sind deaktiviertGood bye, my friends
So, heute war es dann so weit. Ich hatte meinen letzten Tag im Büro meiner zukünftigen Ex-Firma. Vieles werde ich bestimmt vermissen, der Teamgeist und die familiäre Atmosphäre sucht sicherlich ihres Gleichen, aber hin und wieder muss man halt auch mal neue Dinge versuchen.
Mit ein bisschen Wehmut aber auch viel Vorfreude auf die neuen Aufgaben habe ich mich von allen verabschiedet und versprochen mich mal zu melden. Und wie sagt man so schön: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Aber in der IT-Branche gilt wohl eher drei, vielleicht vier Mal.
Als kleine Überraschung habe ich dann auch noch ein sehr passendes Abschiedsgeschenk bekommen. Süß, nicht wahr? Damit sollte dann auch dem Letzten klar sein, wer mein neuer Brötchengeber ist :-)
Filed under Me, Myself and I, Men at work | Comment (1)Hure der IT-Industrie
Die meisten haben schon Vermutungen in diese Richtung gehabt, also will ich jetzt endlich mal Licht ins Dunkle bringen.
Ja, ich werde mich prostituieren. Ich bin käuflich! Ich gebe meinen Körper her und zwar für Geld.
Ums anders auszudrücken: Ich habe die letzten zwei Monate damit verbracht, meine eigene kleine Firma zu gründen. Tausende Termine mit Behörden, Banken, Steuerberatern und allem was dazu gehört. Und gestern habe ich positive Rückmeldung vom Ordnungsamt erhalten, dass mein Gewerbe angemeldet sei. Es steht dem Start in die Selbstständigkeit am 1. Februar also nichts mehr im Wege.
Hauptgeschäftsfeld der neuen Firma wird die Vermietung von IT-Fachkräften an größere Firmen sein. Unter IT-Fachkräften verstehe ich erstmal mich selbst, was den Bogen zur eingangs erwähnten These: Ich bin käuflich! schlägt.
Den ersten Auftrag hab ich bereits. Ich werde also erstmal nicht dumm zu hause rumsitzen. Wie lange der Auftrag letztendlich läuft, steht aber noch in den Sternen. Wenn ich mich allerdings nicht ganz dumm dort anstelle, dann sollten die Brötchen für die nächste Zeit verdient sein.
Ich hoffe ihr drückt mir alle die Daumen, dass das Ganze so abläuft, wie ich mir das vorstelle. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und euch stehts auf dem Laufenden halten.
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