Ungeduld
Going All In
Sieben Spieler, ein Tisch, ein Päckchen Karten und einen Haufen Jetons. Mehr braucht es nicht, um einen spaßigen Abend zu verbingen.
Es wurde gezockt und geblufft was das Zeug hielt. Tausende von Dollar wechselten in regelmäßigen Intervallen den Besitzer. Verzweifelt wurde mitunter das gesamte Hab und Gut auf ein einziges Blatt gesetzt, um noch einmal dem drohenden Ausscheiden für ein paar weitere Runden zu entrinnen.
Und wie konnte man es anders erwarten, das vermeintlich schwache Geschlecht hat die anwesenden Männer in Grund und Boden gespielt. Mit aufgesetzter Unwissenheit und gespielter Tollpatschigkeit haben sie mit einer einfachen Dame auf der Hand selbst Drillinge aus dem Spiel geblufft. An Hinterhältigkeit kaum zu überbieten, wie ich finde!
Anfänglich haben wir recht zurückhaltend gespielt. Mit Limit und kleinen Einsätzen, aber mit fortschreitender Stunde wurden die Mindesteinsätze mehrfach verdoppelt und jeglich Limits fallen gelassen. Und ich muss sagen, ohne Limit macht es einfach noch mehr Spaß. Da kommt viel mehr Strategie und vor allem viel mehr Psychologie ins Spiel.
Auf jeden Fall freu ich mich schon auf den nächsten Abend. Allerdings werde ich mir schwer überlegen müssen, die eine oder andere Dame wieder einzuladen :-)
Filed under Das schönere Geschlecht, Feuchtfröhliches, Spiel mit mir | Kommentare sind deaktiviertSo weit ist es nun schon …

Photo by Jen JamsWir sitzen beide am Bahnhof und warten auf den Zug, um auf Arbeit fahren zu können, und das obwohl sie eigentlich immer mit dem Auto fährt. Ich sitze also auf so einer Bank am Bahnsteig, sie schläft auf meinem Schoß. Es ist schön warm, fast frühlingshaft, und das obwohl es November ist. Dann fährt ein Zug ein. Offenbar nahezu geräuchlos, denn sie wacht davon nicht auf, und dass obwohl sie sonst beim kleinsten Piep aufschreckt.
Ich glaube, dass das mein Zug ist, wecke sie nicht, lasse sie schlafend zurück und steige ein. Drinnen merke ich, dass erstens mein Rucksack noch neben ihr steht und dass ich zweitens im völlig falschen Zug bin. Außerdem beginne ich zu glauben, dass ich sie besser hätte wecken sollen. Wie soll sie sonst ihren Zug erreichen? In dem Moment fährt der Zug natürlich los und ich kann nur noch erfolglos an die Scheiben hämmern.
Ich lass mich auf einen Sitz fallen und denke: "Was für ne blöde Situation. Das muss ich unbedingt bloggen. Was könnte man denn da schreiben …?"
Continue reading » Filed under Das schönere Geschlecht, Me, Myself and I | Comments (3)So schlimm wars gar nicht …
Neuer Rekord! Wir waren nach zwei Stunden schon am Hotdog-Stand. Ohne Schreikrämpfe und Wutanfälle.
Na gut, aber nach den obligatorischen zwischenzeitlichen Stimmungsschwankungen (ich genervt, weil sie ewig rum kuckt und dann doch nix kauft, sie ist dann noch genervter, weil ich genervt bin) haben wir dann recht zufrieden und in trauter Harmonie den Einkaufswagen mit ein bisschen Schnickschnack und ner neue Esstischlampe an der Kasse vorbei und aus dem Schwedenparadies geschoben.
Billy, Hopen und Pelto haben jetzt ne neue Schwester: Liane.
Filed under Das schönere Geschlecht, Me, Myself and I | Kommentare sind deaktiviert*Prussst*
Gemütlich auf der Couch sitzend und die letzten Happen des Abendbrotes verdrückend zappen wir durchs Vorabendprogramm.
Überall nur Mist, wie immer. Schliesslich kommen wir bei Kabel1 an, Star Trek Vojager. Ich bleibe kurz hängen, um zu sehen, ob es um irgendwas interessantes geht. Ein Korridor, eine Tür und wusch die Tür gleitet startrekmässig zur Seite. Plötzlich spuckt die Frau neben mir beinahe ihr Abendessen über den Wohnzimmertisch und kriegt sich gar nicht mehr ein. Sie starrt auf den Fernseher und fängt an zu lachen.
Was war passiert? Seven-Of-Nine, diese Borg-Barbie, stand in der Tür, in ihrem typischen hautengen Star-Trek-Strampler.
Sie: Was ist das denn?
Ich: Na, Seven-Of-Nine.
Sie: Und was trägt sie da vor sich her?
Ich: ???
Sie: Sieht aus wie Lara Croft im Weltall, nur noch unrealistischer.
Ich: Ich glaube die sind echt.
Sie: Aha ;-)
Offenbar war der Guten bisher das Vergnügen vorenthalten worden, den Traum aller Trekkie-Kids kennenlernen zu dürfen.
Naja, jetzt weiß sie bescheid.
Filed under Das schönere Geschlecht, Flimmerkasten | Comments (5)So eine Schlafmütze

Photo by Paulo MagalhãesEs lief wie immer. "Kuck mal, es kommt einer schöner Film im Fernsehen." Also setz ich mich nicht an den Rechner, sondern verschiebe die anstehenden Aufgaben auf den nächsten Tag und geselle mich zu ihr auf die Couch, um gemütlich und zusammengekuschelt Kultur zu geniesen.
Der Film ist klasse, kein bisschen langweilig. Aber nach ner knappen halben Stunde reagiert sie nicht mehr auf meine Kommentare, oder zuckt erschrocken zusammen, wenn ich was sage. Alles klar, sie schläft schon. Also verkneife ich mir weitere Kommentare zum Film, lass sie schlafen und ich geniese den Film alleine weiter.
So läuft das fast immer. Wenn sie einen Film aussucht, den sie schon immer mal kucken wollte, dann kann man beinahe drauf wetten, wann sie dabei einschläft. Aber wahrscheinlich ist das nur meine Nähe, in der sie sich so wohlfühlt, dass sie sofort ins Reich der Räume wandert.
Continue reading » Filed under Das schönere Geschlecht, Flimmerkasten, My 2 Cents | Comments (6)Guten Morgen
Photo by RiffRaffRecht bestimmt, aber dennoch unnachahmlich sanft, werde ich durch Schubsen ihres Ellenbogens aus dem Schlaf gerissen. Jetzt höre ich den Wecker auch. Der piept wohl schon ne Weile. Nach zwei, drei Schlägen ins Leere, erwische ich den Störenfried (den Wecker, nicht Sie) und das lästige Geräuch verstummt.
Jetzt beginnt der allmorgentliche Kampf mit dem inneren Schweinehund. Sie kann ja noch ne Weile liegen bleiben. Ein kurzer Test mit der großen Zehe, die sich mutig unter der warmen Decke hervor traut, liefert ein erschreckendes Ergebnis. Gefühlte minus zehn Grad. Mindestens. Und unter ihrer Decke ist es so schön kuschelig.
Und während man so hin und her überlegt, und sich dann doch nicht so recht raus in den Winter traut, schläft man wieder ein. Nach wenigen Minuten wird man wieder per Schubser geweckt. Musst du nicht langsam aufstehen? Ja, doch!
Das Ganze zieht sich dann noch ne Weile. Bis man sich endgültig entschliesst, dass man heute ja auch mal etwas später zur Arbeit gehen könnte. Und dann schläft man einfach noch ne knappe Stunde. Mit ihr im Arm. Und die Welt ist schön.
Es ist schon erstaunlich wie gut gelaunt und halbwegsausgeschlafen man dann auf Arbeit ankommt, wenn man so einen Morgen hinter sich hat. Muss ich wohl öfter so machen …
Filed under Das schönere Geschlecht, Me, Myself and I, Men at work | Kommentare sind deaktiviertAnsteckungsgefahr
Letztes Mal musste ich noch tagelang auf Sie aufpassen, dass Sie auch immer fleißig ihre familienplanungstechnischen Medikamente nimmt, um der hohen Ansteckungsgefahr der "Kugelgrippe" zu entkommen. Und das hat sogar ganz gut geklappt, auch wenn es an einigen Tagen schwierig war. Hat schon mal jemand versucht einer Katze die ungeliebte Medzin einzuflößen? ;-)
Wie auch immer, nun waren wir übers Wochenende zu Besuch bei Freunden. Die haben zwei herzallerliebste Töchterchen. Julia und Jana. Die sind zwar schon ne Weile aus dem Kleinkindalter raus, aber immer noch sehr knuffig. Und so lieb und gut erzogen. Von den Eltern müssen wir uns dann bestimmt mal Tipps geben lassen.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte: Beim letzten Mal musste ich noch auf meinen Schatz aufpassen, jetzt über lege ich, ob man im Internet nicht irgendwo Placebos kaufen kann, die ich im Badezimmer an der passenden Stelle deponieren kann :-)
Offensichtlich ist die Ansteckungsgefahr nicht nur bei Frauen recht hoch. Auch wir Männer sind nicht ganz immun dagegen.
Filed under Das schönere Geschlecht, Me, Myself and I | Comments (14)Samstagmorgenlangeweile
Was passiert, wenn man samstagmorgens aufwacht, die Frau neben einem schläft noch tief und fest, und man selbst kann nicht mehr schlafen? Das Zimmer ist ja auch längs lichtdurchflutet, so früh kann es gar nicht mehr sein.
Möglichkeit Nummer Eins: Die Ellenbgenmethode. "Schatz, kannst du auch nicht mehr schlafen?" Aber das ist fies, und das gesamte Wochenende könnte in Gefahr sein.
Möglichkeit Nummer Zwei: Sie so zu wecken, dass sie für einen kurzen Moment nicht weiß, ob sie noch schläft oder noch träumt. Klingt nicht schlecht, aber das kann ich auch noch nach der Methode Drei machen.
Möglichkeit Nummer Drei: Mal was Überraschendes. Die Kamera holen und ganz leise und vorsichtig Fotos von der Schlafenden schiessen. Dummerweise ist die Kamera beim Auslösen nicht besonders geräucharm. Sie wachte auf. Aber siehe da, Miss Ach-Ich-Seh-Immer-So-Doof-Auf-Fotos-Aus lies mich gewähren. Und dann kommt sowas bei raus. Das sind die besten drei. Noch lange nicht perfekt, aber schon mal nicht schlecht. Der Rest war leider mehr oder weniger Ausschuss, oder nicht jugendfrei :-)
Continue reading » Filed under Das schönere Geschlecht, Me, Myself and I | Comments (4)UERB: Frauenfussball
Eines der Highlights unserer Strandtage, war ein kleines, aber feines Beachsoccerspielchen. Quasifamilienduell, zwischen Meik und seinem Schnubbi auf der einen und meiner Fussballgöttin und mir auf der anderen Seite.
Es wurde von Anfang an mit sehr harten Bandagen gekämpft und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass nach dem Spiel wenigstens die Hälfte aller Mitspieler mit schweren Blessuren vom Feld getragen werden musste. Aber so ist deutscher Fussball nun mal. Wir waren schliesslich nicht in Brasilien :-)
Das Spiel gestaltete sich als ein ganz knappes Ding. Meik und ich brachten unsere Mannschaften abwechselnd in Führung und jeweils der andere glich prompt aus. Die Mädels spielten super mit, nur im Abschluß fehlten ihnen oft die nötigen Nerven. Jaja, Fussball ist schon etwas anderes als Stricken.
Um noch etwas Spannung in die Sache zu bringen, beschlossen wir, dass das Siegtor nur von einer Frau geschossen werden kann. Ab da wurde es richtig brenzlig. Die Torchance häuften sich und die Entscheidung lag förmlich in der Luft. Aber die Mädels brauchten noch eine ganze Weile, bis meine Allerliebste, traumhaft von mir in Szene gesetzt, den letzten Gegner austänzelt und grandios zum alles entscheidenden Treffer einschiebt. Ganz großer Fussball!
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