Männer und Hausarbeit
Wir hatten gestern erst wieder das Thema.
Frauen machen nun mal ständig irgendetwas im Haushalt. Ein bisschen sauber halten, etwas kochen, hier ein bisschen Wäsche waschen, dort die letzte Ladung zum trocknen aufhängen. Sie beklagen sich nicht, sie erwarten auch kein Lob dafür.
Wenn Männer auch nur den Geschirrspüler ausräumen sollen, wird erst mal gemurrt. Nicht dass wir es nicht tun werden, nein, wir machen es schon, aber vorher muss ein wenig drüber geschimpft werden. Und natürlich wird das auch noch etwas vor sich her geschoben. Ja doch, ich mach’s dann gleich!
Und dann wenn wir es endlich geschafft haben, wollen wir auch noch dafür gelobt werden. Es ist komisch. Das Geschirrausräumen hat keine zehn Minuten gedauert. Trotzdem will er von ihr ein “Danke” hören. Haste fein gemacht, nun kannst du wieder spielen gehen. Hopp, hopp!
Woran das liegt kann ich nicht erklären. Vielleicht wollen wir auch die Bestätigung, dass ihr es gemerkt habt, dass wir es getan haben. Und dass wir es ordentlich getan haben. Wir brauchen für jeden Scheiss unsere Bestätigung.
Aber vielleicht führt ja das Nachdenken darüber dazu, dass wir auch mal unseren Mund aufkriegen und ihr sagen, wie sehr wir all die Dinge schätzen, die sie für das gemeinsame Heim tut. Ehrlich Mädels, wir finden das prima. Nur sagen tun wirs wohl zu selten …
Filed under Das schönere Geschlecht, Home, Sweet Home!, Me, Myself and I, Schubladendenken, nein danke. | Comments (2)Morgenstund’ und so
Eine der Sachen, die der neue Job mit sich bringt, ist eine freiere Zeiteinteilung. Was eigentlich weniger mit der neuen Arbeit zu tun hat, als mehr mit der kürzeren Fahrzeit und der Unabhängigkeit von der Bahn. Aber trotzdem, eine Stunde mehr am Tag und flexibleres Kommen und Gehen eröffnen einem einfach mehr Möglichkeiten.
Ich habe in den letzten beiden Wochen allen Mut zusammen genommen und habe an einigen Tagen gleich nach dem Aufstehen die Laufschuhe angezogen und bin durch den Park gesprungen. Naja gesprungen nicht, eher gestampft, aber das federleichte kommt bestimmt noch. Auch nicht besonders lange und nicht weit, aber ne halbe Stunde am Morgen macht einen auf jeden Fall erstmal wach.
Zum kompletten Yuppie-Dasein fehlt jetzt nur noch, dass ich mich nach dem Joggen (und natürlich duschen) mit nem Laptop in ein Café setze, in Ruhe einen Café Latte trinke, meine E-Mails checke und dann irgendwann kurz vor Mittag ins Büro schlendere.
Aber dem Winterspeck rückt man auf diese Weise vielleicht auch ein bisschen zu Leibe. SIE wird langsam böse, dass ich immer noch einen dickeren Bauch habe als sie :-)
Filed under Elf Freunde sollt ihr sein!, Me, Myself and I, Men at work | Comments (2)Manchmal kommt’s ganz dicke
Kennt ihr dieses Gefühl? Alles scheint einfach perfekt zu laufen. Es funktioniert einfach alles so wie man es sich immer gewünscht hat. Man sitzt irgendwo in stillen Momenten, starrt mehr oder weniger vor sich hin und beginnt nachzudenken. Nachzudenken über all das was man hat bzw. bekommen wird, wie gut es einem grad geht und wie glücklich man mit all dem um sich herum ist. Und dann erwischt man sich dabei, wie man wie aus dem Nichts ein ziemlich breites Grinsen im Gesicht hat.Schöne Momente sind das. Man lässt sich auch von nichts aus der Ruhe bringen. Man läuft einfach mit einer scheiß Freundlichkeit durch die Welt, dass es beinahe aufgesetzt wirken muss.
Und dann kommt einem mit einmal dieser doofe Gedanke: Was kommt den jetzt? Irgendwas muss doch passieren! Es läuft einfach zu gut. Die da oben heckt doch bestimmt irgendwas aus. Irgendwas ganz fieses, dass einem im schönsten Augenblick und natürlich völlig unvorbereitet treffen soll.
Was soll man also tun? Den naiven Optimisten spielen, einfach an das Gute in der Welt glauben und hoffen, oder gar wissen, dass alles für immer so rosarot bleibt? Oder den lebensscheuen Pessimisten, und die wunderbare Zeit mit Furcht vor der Zukunft vergeuden und glaube, oder gar wissen, dass alles gaaaaanz schrecklich enden wird?
Ich hab mich noch nicht entschieden.
Filed under 1 + 1 = 3, Me, Myself and I | Comments (3)Schwangerschaftstest
Sie kommt freudestrahlend nach Hause: Hallo Schatz. Ich habe heute einen Schwangerschaftstest gemacht.Er kuckt nur kurz vom Computer hoch: Und? Waren die Fragen schwer?
Männer können so unsensibel sein :-) Filed under 1 + 1 = 3, Me, Myself and I | Kommentare sind deaktiviert
No Comment!
Good bye, my friends
So, heute war es dann so weit. Ich hatte meinen letzten Tag im Büro meiner zukünftigen Ex-Firma. Vieles werde ich bestimmt vermissen, der Teamgeist und die familiäre Atmosphäre sucht sicherlich ihres Gleichen, aber hin und wieder muss man halt auch mal neue Dinge versuchen.
Mit ein bisschen Wehmut aber auch viel Vorfreude auf die neuen Aufgaben habe ich mich von allen verabschiedet und versprochen mich mal zu melden. Und wie sagt man so schön: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Aber in der IT-Branche gilt wohl eher drei, vielleicht vier Mal.
Als kleine Überraschung habe ich dann auch noch ein sehr passendes Abschiedsgeschenk bekommen. Süß, nicht wahr? Damit sollte dann auch dem Letzten klar sein, wer mein neuer Brötchengeber ist :-)
Filed under Me, Myself and I, Men at work | Comment (1)Hure der IT-Industrie
Die meisten haben schon Vermutungen in diese Richtung gehabt, also will ich jetzt endlich mal Licht ins Dunkle bringen.
Ja, ich werde mich prostituieren. Ich bin käuflich! Ich gebe meinen Körper her und zwar für Geld.
Ums anders auszudrücken: Ich habe die letzten zwei Monate damit verbracht, meine eigene kleine Firma zu gründen. Tausende Termine mit Behörden, Banken, Steuerberatern und allem was dazu gehört. Und gestern habe ich positive Rückmeldung vom Ordnungsamt erhalten, dass mein Gewerbe angemeldet sei. Es steht dem Start in die Selbstständigkeit am 1. Februar also nichts mehr im Wege.
Hauptgeschäftsfeld der neuen Firma wird die Vermietung von IT-Fachkräften an größere Firmen sein. Unter IT-Fachkräften verstehe ich erstmal mich selbst, was den Bogen zur eingangs erwähnten These: Ich bin käuflich! schlägt.
Den ersten Auftrag hab ich bereits. Ich werde also erstmal nicht dumm zu hause rumsitzen. Wie lange der Auftrag letztendlich läuft, steht aber noch in den Sternen. Wenn ich mich allerdings nicht ganz dumm dort anstelle, dann sollten die Brötchen für die nächste Zeit verdient sein.
Ich hoffe ihr drückt mir alle die Daumen, dass das Ganze so abläuft, wie ich mir das vorstelle. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben und euch stehts auf dem Laufenden halten.
Filed under Me, Myself and I, Men at work | Comments (2)Once upon a time …
Es muss im Januar vor drei Jahren gewesen sein.
Ein junger Mann Mitte Zwanzig, groß, schlank, mit vollem Haar, auf der Suche nach der großen Liebe wollte sie unbedingt treffen. Sie, mit der er sich seit einer ganzen Weile täglich mehrmals schrieb. Er glaubte er, wüsste schon so viel von ihr. Nur treffen wollte sie ihn nicht.
Sie eine junge Frau aus der Provinz, mit blau-grau-grünen Augen und einer frechen Frisur, auf der Suche nach Nähe und Geborgenheit. Mit einer gehörigen Portion Angst, dabei verletzt zu werden. Sie genoß die Aufmerksamkeit und zögerte doch, ihn tatsächlich zu treffen.
Eines Sonntags, ganz überraschend, schickte sie ihm eine kurze Nachricht, sie wolle ihn sehen. Jetzt! Und sofort! Er wusste gar nicht wie ihm geschieht. Er hatte so oft nach einem Treffen gefragt, oder wenigstens nach einem Foto. Jedes Mal ohne Erfolg.
Aus und Vorbei
So, es wird Zeit die ersten aufgeworfenen Fragen zu beantworten, damit ich nicht länger gelöchert werde. Aber Einige haben es ja schon vermutet.
Nach fast drei Jahren ist es vorbei. Wir werden uns trennen. In beiderseitigem Einverständnis, wie man so schon sagt. Wir haben viel Spaß miteinander gehabt. Aber auch viel Stress. Zum Schluss hatten wir einfach zu unterschiedliche Vorstellungen und Ziele.
Es wird sicherlich Momente geben, wo ich die gute, alte Zeit vermissen und wehmütig zurück denken werde. Aber hey, ich bin jung und kann noch neue Dinge probieren. Ich bin jetzt schon ganz aufgeregt, wenn ich daran denke, was da jetzt alles kommen kann.
Ich habe also heute bei meiner zukünftigen Ex-Firma gekündigt.
Filed under Me, Myself and I, Men at work | Comments (6)Weihnachtsbaumkauf
Wenn der Meik und seine Holde einen Weihnachtsbaum kaufen wollen, geht das bei denen zu, wie bei uns der IKEA-Einkauf. Ohne Situationen die auf einer nach oben offenen Streitigkeitsskala kurz vor ordentlicher Familienkrach liegen, geht das einfach nicht.
Aber zurück zum Weihnachtsbaum: Wir haben noch keinen. Bis her keine Zeit. Und ich will die Frau des Hauses auch nicht allein los schicken, denn sonst kriegen wir einen Weihnachtsbaum wie auf dem Foto. Ihr Kommentar wäre dann sowas wie: "Aber der tat mir so leid. Den wollte einfach niemand haben."
Na mal schauen, vielleicht kriegen wir ja doch noch nen Schönen. Einen der den Namen Weihnachtsbaum auch verdient hat.
Filed under Me, Myself and I, My 2 Cents | Comments (2)