Musik aus’m Netz
Woran erkennt man, dass wir in einer neuen Zeit leben? Ganz einfach: Mein Oma, rüstige 80 Jahre alt, fragt mich, ob ich ihr nicht eine CD aus dem Internet downloaden kann :-)
Ich hatte ja schon mal versucht, damals bei iTunes, Musik (legal) aus dem Internet zu ziehen. Das ging zwar gar nicht so schlecht. Sehr komfortabel und ausreichend schnell. Nur die Weiterverwendbarkeit der runtergeladenen Musikstücke lies arg zu wünschen übrig.
Nun brauchte meine Oma unbedingt eine CD von irgendeinem Operntypen, von dem ich noch nie was gehört habe. Erstens wird der bei iTunes kaum zu finden sein und zweitens kann man ja mal was anderes probieren: Musicload.de.
Erstaunlicherweise wurde die CD auch sofort gefunden und der Preis war auch in Ordnung (12,99€). Also angeklickt und die Kreditkartennummer eingetippt. Doch dann kam der Schrecken: Erstens wurde ich ganz frech darauf verwiesen, doch bitte einen ganz bösen Browser zu benutzen und zweitens bekam ich eine Seite angezeigt, wo 14 Download-Links zusehen waren. Für jeden Titel des Albums einer. Ich muss also 14 mal auf den Button klicken (dann kamen jeweils noch ein Fenster mit nem extra Button und ein Speicherndialog hinzu) um das Album auf die Platte zukriegen? Oh Mann! Das kann doch nicht euer Ernst sein?
Filed under Auf die Ohren, In den Weiten des Netzes, My 2 Cents, Nichts ohne Strom | Comment (1)Seltsam intim

Gestern abend waren wir beim PaulaKonzert im Continue reading »
Neumodischer Musik-Schnickschnack

Woran merkt man, dass man älter wird? Ganz einfach. Man macht nicht mehr (sofort) jeden Hype mit.
Ich habe keinen iPod! Und ich habe noch nie mit iTunes Musik gekauft. Bis jetzt! Nicht dass ich zu viel Geld hätte und mir einen iPod gekauft hätte, nein ich hab mir per iTunes ein Album direkt aus dem Internet gekauft. Wollte ich halt mal probieren.
Die Fakten: Paula – Ruhig Blut. Kostenpunkt 9,99 €. Bei Amazon gibts das Album (also die klassische CD) für 13,97 € plus Versandkosten. Das hat man also auf den ersten Blick mindestens vier Euronen gespart. Der Download war binnen weniger Minuten fertig. Den ersten Titel des Album konnte man sich schon nach wenigen Sekunden anhören.
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Film zur Musik

Wer hin und wieder mal ordentliches Radio hört, hat schon mal von der Hansen-Band gehört oder deren akuelle Single “Baby Melancholie“.
Nicht nur dass die Musik sehr ansprechend klingt, nein, hinter der Band steckt auch noch ein äußerst interessantes Projekt. Für die Band haben sich Schauspieler Jürgen Vogel (bekanntermaßen genial), Max Martin Schröder (der Hund Marie bei Olli Schulz und der Keyboarder bei Tomte), Felix Gebhard (kenn ich nicht) und Thees Uhlmann (Schreiberling bei Tomte, Tocotronic-Tagebuchschreiber, les ich grad) zusammengetan und machen prima norddeutsche Musik.
Und wozu der ganze Zusammenschluß? Ganz einfach: Am 27. Oktober kommt ein Film namens “Keine Lieder über Liebe” in die Kinos, in dem es um eine fiktive deutsche Band geht. Eben genau diese Hansen-Band. Und was damals bei Bandits und den Leningrad Cowboys geklappt hat, klappt bestimmt auch hier: Den Soundtrack zum Film selbst einspielen und auf den Markt werfen. Und wer will darüber böse sein, wenn es sich so gut anhört?
Filed under Auf die Ohren, Flimmerkasten | Kommentare sind deaktiviertSommermusik vom Feinsten
Ich weiß, gerade heute ist der Sommer offiziell vorbei. Ich weiß aber nicht genau warum das Label der Ohrbooten deren Erstlingswerk nicht im August oder so auf den Markt geworfen hat, sondern erst jetzt.
Wie auch immer. Das erste Album “Spieltrieb” der Ohrbooten aus Berlin (aaauuus Berlin) klingt einfach wunderbar nach Sommer in der Großstadt. Die original Berliner Schnauze von Frontmann Ben kommt so authentisch und noch dazu unheimlich sympatisch rüber. Ich steh einfach auf Berlinerisch :-)
Vom musikalischen ist bei den Ohrbooten ne Mischung aus melodischem Hip-Hop, n bisschen Reggea und hier und da sogar popige Einlagen zu hören. Im großen und ganzen nicht weit weg von den bekanntermaßen großartigen Seeed. Die Platte hat zwar stellenweise ein paar Schwächen, aber auch so manches Highlight. Wer bei “An alle Ladies” nicht mit dem Popo wackelt, sollte am besten schon mal seine Rente beantragen.
Also ab das Ding in den Player und Augen zu. Und man vergisst ganz schnell, was da jetzt an Wetter auf uns zukommen soll.
Filed under Auf die Ohren | Comments (2)Rock beim Ring
Gestern hat sich die Erfurter Band Acoustica etwas sehr Witziges zu ihrem zwölfjährigen Jubiläum einfallen lassen. Sie haben ein kleines Festival organisiert: Rock beim Ring. Eingeladen wurden fünf Bands: Gentlemanica, Die Skeptica, AC/DC/CA, America und Synthetica. Wie sich leicht erraten lässt wurden alle fünf Bands von Acoustica dargestellt. Eine prima Idee, die viele Lacher sorgte.
Das Konzert wurde durch die verschiednen Bands in unterschiedliche Musikstile unterteilt. Von Reagga-HipHop, über Punk, Hardrock und Country bis hin zu electronischer Musik á la 80er.
Acoustica waren wieder einmal super aufgelegt und haben neben ihren Klassikern auf einiges Neues gespielt. Ich wusste bis gestern nicht, dass man 50Cents Candyshop auf die Musik von AC/DCs Highway to Hell singen kann oder wie sich die Man-O-War-Version von Backe-Backe-Kuchen anhört :-)
Filed under Auf die Ohren | Kommentare sind deaktiviertOpen-Air-Kultur

Photo by Axel HeyderLetztes Jahr im Juli waren wir das erste Mal zum Sommertheater in der Barfüsserruine. Damals kam Shakespeares Verlorene Liebesmüh und wir waren restlos begeistert. Junges, frisches Theater. Für uns als nicht so häufige Theatergänger genau das Richtige.
Dieses Jahr wurde wieder Shakepeare gegeben: Viel Lärm um nichts!. Dass wir auch diesmal wieder hingehen würden, war natürlich keine Frage. Auf unsere Empfehlung waren noch eine handvoll Freunde mitgekommen.
Auch dieses Jahr hat das Neue Schauspiel Erfurt von Anfang bis Ende überzeugt. Dass der Herr Shakespeare unterhaltsame Komödien schreiben kann, sollte gemein hin bekannt sein. Und die Schauspieler hielten sich größten Teils an die Vorlage, auch wenn sie den Text hier und da noch etwas mit modernen Dingen aufgemöbelt haben.
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Gute Musik!

Ich hab gestern kurz vorm ins Bett gehen Wollen noch ein bisschen die Fernbedienung des Filmmerkastens maltretiert. Da auf den übrigen Sendern nicht viel Interessantes zu sehen war, bin ich relativ schnell bei den Musiksendern, speziell bei VIVA Plus gelandet. Und dort wurde ich gleich mehrfach überrascht.
Erstens. Es lief ein Musikvideo. Ich konnte es gar nicht glauben und hab auf den obligatorischen Einspieler gewartet, der verlautbart, welches Kürzel ich an welche Nummer schicken muss, um den passenden Klingelton zu diesem Video (samt Monatsabo) zu bestellen. Nein, das blieb erstaunlicher Weise aus.
Zweitens. Völlig untypisch für VIVA Plus, nahm das Video den ganzen Bildschirm ein, nicht wie sonst, nur knapp ein Viertel, um Platz für drei Laufbänder mit SMS-Grüßen der minderwertigenjährigen Zuschauer und eine aktuelle Klingelton-Charttabelle zu machen. Nein 100% Musikvideo.
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Helden von heute
Nach dem ich das neue Album von Wir Sind Helden nun mittlerweile rauf und runter gehört habe, kann ich nun endlich sagen: “Von hier an blind” ist Klasse”!
Nachdem das letzte Album so ein riesen Erfolg war und der Erwartungsdruck auf das Folgealbum schier ins unermässliche gestiegen war, war ich schon ziemlich gespannt, was dabei rumgekommen ist.
Anfänglich wusste ich nich so recht was ich vom neuen Album halten sollte. Irgendwie hört es sich ähnlich an wie das alte, aber doch anders. Aber das ist bei mir fast immer so. Ich brauche eine Hand voll Durchläufe, oder auch zwei, bis ich mit dem neuen Werk warm werde.
Jetzt weiss ich, dass das neue Baby der Helden alles hat, was ein ordentliches Nachfolgewerk braucht. Man ist sich selbst treugeblieben und hat sich doch hier und da weiterentwickelt, vielleicht sogar neu erfunden. Auf jeden Fall eine wahre Heldentat.
Meine Favorites soweit:
- Nur ein Wort
- Wenn es passiert
- Zuhälter
Aber ich will niemals fragen wo ich war
Wo war ich als das wahr war
[...]
Ich will da sein
Wenn es passiert
Achja, für Leute aus der Umgebung: Die Helden geben sich die Ehre während der Kulturarena in Jena (21.08.05).
Filed under Auf die Ohren | Kommentare sind deaktiviertWear Sunscreen!
Bei Fritz lief grad eines der message-reichsten Lieder, das ich je gehört habe: Faktor 7 mit “Sonnenschutz“. Das englischsprachige Original von Buzz Luhrmann (“Wear Sunscreen“) lief vor etlichen Jahren hin und wieder im Radio und ist vielleicht dem Einen oder Anderen bekannt, die deutsche Version hab ich bis heute noch nicht gehört.
In deutscher Sprache kommt das aber fast noch ein Bisschen besser, da die Aussage noch etwas verständlicher vermittelt wird. Auch die Stimme von Manfred Lehmann, der als die Synchronstimme von Bruce Willis recht bekannt sein sollte, tut ihr übriges, um diesen Song so beeindruckend zu machen.
Auszüge:
Zerstöre nicht die Herzen anderer, erdulde keine Menschen, die deines zerstören!
Verschwende deine Zeit nicht mit Eifersucht! Manchmal bist du vorn, manchmal hinten dran. Das Rennen ist lang!
Fühle dich nicht schuldig, wenn du nichts mit deinem Leben anzufangen weißt. Die meisten interessanten Menschen, die ich kenne, wußten mit 22 Jahren nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen wollten. Einige der interessantesten 40jährigen, die ich kenne, wissen es immer noch nicht.
Links:
- Deutscher Text
- MP3: Faktor 7 feat. Manfred Lehmann – Sonnenschutz
- Englischer Text
- MP3: Buz Luhrmann – Everybody’s free (to wear sunscreen)
- Mehr Info auf thesunscreenman.com
Einfach nur ein schöner Song in dem offenbar ein Menge Weisheit steckt. Hört auf meinen Rat :-)
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