Ohne wär’s nur halb so spannend

April 25th, 2006

MadGoal
Das WM-Tippspiel

Viele von euch da draußen haben schon bei der letzten Fußball-EM in Portugal bei meinem kleinen Tippspiel mitgemacht. Es ist natürlich klar, dass es dieses Jahr eine Neuauflage des ganzen gibt: MadGOAL – Das Tippspiel zur Fußball WM

Es ist alles anders geworden und wird dennoch genauso bleiben. Die Software ist komplett überarbeitet, das Design ein ganz anderes, es werden mehr Leute mitspielen und es wird nicht nur einen Gewinner geben. Aber die Regeln sind kaum geändert, der Spaß wird genauso riesig und es wird immer noch bis zum letzten Spiel um jeden Punkt gekämpft werden.

Als große Neuerung wird man sich dieses Jahr in mehreren Gruppen zusammenschließen können, sodass man nicht nur um den Gesamtsieg kämpfen kann, sondern auch in der kleinen Gruppe seiner Freunde. Also genau mit (und gegen) die Leute, die man am besten kennt. Hier ist das Gewinnen am schönsten und das Verlieren am schmerzlichsten.

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Schwimm, mein kleiner Freund, schwimm

April 24th, 2006

Entenrennen
Der Start

Hier der versprochene Rennbericht: Alle Enten sind wahrscheinlich ins Ziel gekommen. Genaueres weiß man leider nicht, da es eher Glück war, seine Ente unter den 6000 anderen zu sehen.

Den Sieger konnten unseren Enten leider auch nicht stellen. Mit viel Betrug und allerlei Gaunerein haben sich andere Entenbesitzer vorgemogelt und unseren, mit viel Sportsgeist ausgestatten, Enten keine Chance gelassen. Nächstes Jahr werden da ganz andere Geschütze von unserer Seite aufgefahren. So viel steht fest.

Meine Ente schwamm zwischenzeitlich, wenn auch schon weit hinter dem Führenden, in einer der Verfolgerguppen, noch deutlich vor dem Peleton. Stark angeschlagen und mit etwas Schieflage, aber dennoch bereit bis zum Schluss zu kämpfen.

Allerdings war das auch das letzte Lebenszeichen von “Schwimmfix“. Er wurde danach nicht mehr gesehen. Daher meine Suchaktion:

ente gesucht

Hinweise zum Ergreifen Auffinden des Kleinen, werden reich belohnt und mein ewiger Dank wäre dem Finder sicher. Und ich könnte nachts wieder ohne zu weinen einschlafen.

Möge die schnellste Ente gewinnen

April 22nd, 2006

Entenrennen Vorbereitung

Sechs Enten. Eine Mission.

Morgen startet das 13. jährliche Erfurter Entenrennen. Endlich haben wir es mal geschafft selber teilzunehmen. Natürlich war es Pflicht die Entchen ordentlich aufzupimpen. Einen ganzen Nachmittag hat die Prozedur gedauert, aber das Ergebnis kann sich auch sehen lassen.

Zum morgigen Start rechnen sich unsere Entchen (und deren Besitzer) auf jeden Fall eine Menge aus. Verdient hätten sie es, so viel ist klar.

Darf ich vorstellen? Die Starter des Teams, die wahrscheinlich, neben dem Gewinn des Preises für die schnellste Ente, auch die Schönheitskonkurrenz für sich entscheiden wird:

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Männer und Hausarbeit

April 19th, 2006

Wir hatten gestern erst wieder das Thema.

Frauen machen nun mal ständig irgendetwas im Haushalt. Ein bisschen sauber halten, etwas kochen, hier ein bisschen Wäsche waschen, dort die letzte Ladung zum trocknen aufhängen. Sie beklagen sich nicht, sie erwarten auch kein Lob dafür.

Wenn Männer auch nur den Geschirrspüler ausräumen sollen, wird erst mal gemurrt. Nicht dass wir es nicht tun werden, nein, wir machen es schon, aber vorher muss ein wenig drüber geschimpft werden. Und natürlich wird das auch noch etwas vor sich her geschoben. Ja doch, ich mach’s dann gleich!

Und dann wenn wir es endlich geschafft haben, wollen wir auch noch dafür gelobt werden. Es ist komisch. Das Geschirrausräumen hat keine zehn Minuten gedauert. Trotzdem will er von ihr ein “Danke” hören. Haste fein gemacht, nun kannst du wieder spielen gehen. Hopp, hopp!

Woran das liegt kann ich nicht erklären. Vielleicht wollen wir auch die Bestätigung, dass ihr es gemerkt habt, dass wir es getan haben. Und dass wir es ordentlich getan haben. Wir brauchen für jeden Scheiss unsere Bestätigung.

Aber vielleicht führt ja das Nachdenken darüber dazu, dass wir auch mal unseren Mund aufkriegen und ihr sagen, wie sehr wir all die Dinge schätzen, die sie für das gemeinsame Heim tut. Ehrlich Mädels, wir finden das prima. Nur sagen tun wirs wohl zu selten …

Gar nicht typisch

April 14th, 2006

Schwangere Frau
copyright Photo by Bianca de Blok

Also so richtig typisch verläuf das ja bei uns nicht. Also so, wie man immer gesagt bekommt.

Sie musste sich nie übergeben. Sie stopft sich auch nicht mit sauren Gurken und Nutella voll. Sie kriegt ja nicht mal nen richtig dicken Bauch. Einen kleinen Ansatz vielleicht, aber der kann auch vom zu vielen Naschen kommen. Stimmungsschwankungen gibt es auch keine zu verzeichnen. Zumindest nicht mehr als sonst.

Wenn man genauer drüber nachdenkt, könnte man Zweifel an der ganzen Sache bekommen. Ein gefälschter Schwangerschaftstest und eine Videokassette mit unscharfen Ultraschallaufnahmen würden ja schon genügen. Na klar, und die Frauenärztin steckt mit ihr unter einer Decke. Und all die Anderen, mit ihren Glückwünschen und Babygeschenken, die wissen auch Bescheid. All die Anderen da draussen. Ja genau, auch die Leser dieses Weblogs. Alle haben sich verschworen.

Aber vielleicht wacht sie auch morgen früh auf und muss ganz schnell auf Toilette und kotzen.

Dann wäre ich zumindest wieder beruhigt …

Mein erster Frauenarztbesuch

April 9th, 2006

Ultraschallbild
Ultraschall No.4

Ehrlich gesagt habe ich mich vier Wochen auf diesen Termin gefreut. SIE kam vom Frauenarzt zurück und meinte ich könne das nächste Mal mitkommen und mir das kleine Gummibärchen per Ultraschall anschauen.

Und so live ist das was ganz Anderes, muss ich sagen. Auf diesen unscharfen schwarz-weiss Ausdrucken erkennt man ja immer weniger, je größer der Winzling wird (siehe Illustration). Aber so live am Monitor ist das schon greifbarer und viel vorstellbarer. Man sieht Einzelheiten und vor allem Bewegungen. Das Kleine bewegt sich ja richtig flink. Kaum hat man es mal richtig auf dem Monitor, dreht es sich um und zeigt einem die kalte Schulter.

Ich dachte ja vorher, dass mich das Ganze irgendwie rührt, wenn ich zum ersten Mal mein Kind sehe, und dass die bisher doch recht abstrakte Schwangerschaft irgendwie greifbarer wird. Und die Ultraschalluntersuchung hat auch für etwas mehr Bewusstsein gesorgt, aber irgendwie war es eher technische Faszination, dass da ein kleiner Mensch auf dem Monitor zu sehen war, als tatsächliche Vatergefühle.

Ehrlich gesagt, fühle ich mich mit dem Ohr an ihrem Bauch dem Kleinen viel näher als durch diesen Apparat. Aber faszinierend und irgendwie auch spannend war es schon, der erste “Sichtkontakt”.

Achja, der Status: 16cm und wachsend.

Happy Birthday

April 6th, 2006

Happy Birthday
Alles Gute zum 4. Jahrestag deines 25. Geburtstags! kuss
copyright Photo by Catherine Meyer

Morgenstund’ und so

April 5th, 2006

Jogger
copyright Photo by vincsam

Eine der Sachen, die der neue Job mit sich bringt, ist eine freiere Zeiteinteilung. Was eigentlich weniger mit der neuen Arbeit zu tun hat, als mehr mit der kürzeren Fahrzeit und der Unabhängigkeit von der Bahn. Aber trotzdem, eine Stunde mehr am Tag und flexibleres Kommen und Gehen eröffnen einem einfach mehr Möglichkeiten.

Ich habe in den letzten beiden Wochen allen Mut zusammen genommen und habe an einigen Tagen gleich nach dem Aufstehen die Laufschuhe angezogen und bin durch den Park gesprungen. Naja gesprungen nicht, eher gestampft, aber das federleichte kommt bestimmt noch. Auch nicht besonders lange und nicht weit, aber ne halbe Stunde am Morgen macht einen auf jeden Fall erstmal wach.

Zum kompletten Yuppie-Dasein fehlt jetzt nur noch, dass ich mich nach dem Joggen (und natürlich duschen) mit nem Laptop in ein Café setze, in Ruhe einen Café Latte trinke, meine E-Mails checke und dann irgendwann kurz vor Mittag ins Büro schlendere.

Aber dem Winterspeck rückt man auf diese Weise vielleicht auch ein bisschen zu Leibe. SIE wird langsam böse, dass ich immer noch einen dickeren Bauch habe als sie :-)

Wunderliche IT-Welt

April 4th, 2006

Polycom
copyright Photo by Shannon

Wir leben ja in einer Welt voller Come Togethers, Project Meetings und Conference Calls.

Heute auf dem Büroflur wurde es dann aber sehr bizarr. Aus einem Konferenzraum schallte ein lautes Gespräch, das deutlich erkennbar aus dem Lautsprecher eines dieser Konferenztelefone kam. Ganz klar: hier findet einer der eben erwähnten Conference Calls statt. Kurzer Blick in den Raum. Niemand da. Die Telefonanlage plapperte vor sich hin und kein Zuhörer weit und breit.

Ich weiß leider nicht ob der Teilnehmer auf unserer Seite nur mal kurz weg war (“der labert so viel, merkt der eh nicht …”) oder ob der Sprecher am anderen Ende der Leitung unbedingt solche Gespräche braucht, um sein Selbstwertgefühl zusteigern, auch wenn ihm niemand zuhört, oder wie es sonst zu dieser Situation kam.

Amüsant war es auf jeden Fall. Wir haben sogar Meetings zu den keiner hingehen muss.