Einkaufshamster

Oktober 29th, 2005

Shopping Crowd
copyright Photo by Ted Forbes

Wir Deutschen belächeln ja gerne mal die Amerikaner, die ein, zwei Tage vor angesagten Blizzards oder Hurricans die Supermärkte stürmen um mit gehäuften Einfaufswagen ihre heimischen Lebenmittelreserven für die nächsten zwei Wochen zu füllen.

Aber wer von uns sowas tut (dieses Verhalten belächeln, meine ich), der war noch nie an einem Samstag vor einem langen Wochenende zur besten Einkaufszeit in einem deutschen Supermarkt. Ist schon klar, am Montag haben die Geschäfte nicht auf, baer das ist doch kein Grund völlig an der Uhr zu drehen und zu glauben man würde ohne einen anständigen Hamsterkauf das um einen Tag verlängerte Wochenende nicht überleben. Also bitte.

Da streiten sich erwachsene Menschen um den letzten Sack Kartoffeln, bei dem auf den ersten Blick sieht, warum genau dieser Sack Kartoffeln der letzte Sack Kartoffeln geworden ist, und das obwohl eine Marktangestellte direkt daneben steht und verlautbaren lässt, das es gleich neue Kartoffeln gibt.

kopfschüttel

Lesung mal anders

Oktober 29th, 2005

Chaussee der Enthusiasten
Chaussee der Enthusiasten

Vorne sitzt einer und liest die besten und lustigsten Stellen aus seinem gerade frisch erschienenen Buch. So sieht eine Buchlesung normalerweise aus. Das kann sehr lustig sein. Das haben mir schon so einige bewiesen.

Aber gestern war alles anders. Wir waren bei “Chaussee der Enthusiasten” aus Berlin (aus Berlin). Und eigentlich sollte das Ganze eine Buchlesung sein. War es aber nur ansatzweise. Irgendwie erinnerte das alles mehr an Kabarett oder ein ungezwungen improvisierter Comedyabend, bei dem selbstgeschriebene humoristische Texte vorgelesen wurden.

Und genau da schließt sich der Kreis: Eben diese Texte der vortragenden Enthusiasten wurden nun in Buchform veröffentlicht.

Die Texte waren meist recht kurze, fast blogartige, Anekdoten aus dem Leben des jeweils Vortragenden. Zugespitzt und übertrieben natürlich, um Schmunzler bei den Leseneden und Lacher bei den Hörenden zu provozieren. In den Texten wurden ging es um Vögel ohne Flügel, nachlässige Erzieher in Ferienlagern, die Mühen eines Rauchers beim Treppensteigen und Betrachtungen von Jugendlichen beim Halten eines Referates (Hörproben zu letzterem gibt es hier(männlich) und hier(weiblich)).


Continue reading »

It’s not a bug, it’s tradition!

Oktober 26th, 2005

computer bug
copyright Photo by EugeniaF

Heute wurde der zweitausendste Bug in unserer Software gefunden. Nicht schlecht! Das muss doch eigentlich gefeiert werden.

Aber wie sagt man so schön: Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Und wo gecodet wird, werden nun mal Bugs produziert. Aber diese sogenannten Quelltextirritationen werden ja meist von einer handvoll hochmotivierter Entwickler umgehend beseitigt.

Und noch ein Spruch zum Thema:

Wenn Debuggen der Vorgang ist, Fehler aus einem Programm auszubauen, dann ist Programmieren der Vorgang, Fehler in ein Programm einzubauen!

Ach sind die Häschen süß …

Oktober 24th, 2005

Suicide Bunny

So ein Leben als Häschen muss wirklich schrecklich sein. Oder warum sollten sie sonst tausend und eine Möglichkeit suchen sich das Leben zu nehmen?

Die sind aber auch schrecklich putzig, diese Häschen. Und ihre selbst gebauten Todesfallen erst! Findet ihr nicht?

Ja, ich bin käuflich …

Oktober 24th, 2005

Mein Weblog ist $6,209.94 wert. Wie viel ist deines Wert?

Fehlt nur noch der Depp, der soll viel ausgibt, um mein Weblog sein Eigen nennen zu dürfen. Ob’s da jemanden gibt?

(via Frau Pia)

Aus der guten alten Zeit

Oktober 23rd, 2005

Susi spielt Mikado
Susi spielt Mikado

Gestern haben wir uns mal wieder für einen Spieleabend verabredet. Sowas kommt leider nicht all zu häufig vor, aber wenn dann wirds meist sehr lustig.

Wir konnten uns nicht so richtig entscheiden, was wir spielen sollten, so haben wir erst mal zwei Runden Carcassonne gespielt, bei denen ich mörderisch versagt habe. Aber Spaß macht das Spiel auf jeden Fall.

Aber dann wurde es richtig spaßig. Weil wir alle anderen verfügbaren Brettspiele schon tausendmal gespielt hatten, kamen wir auf die Idee doch mal wieder ganz altmodische Sachen rauszuholen. So spielten wir bestimmt eine Stunde lang Mikado, bei dem sich der Nico als wahrhafter Künstler an den kleinen Holzstäbchen herausstellte. Auch die anschliessende Runde Kniffel war sehr unterhaltsam, bei der ich ganz souverän meinen Kniffel würfelte, allerdings erst nachdem ich ihn bereits gestrichen hatte :-)

Schade eigentlich, dass man diese alten Spiele so vernachlässigt, denn sie machen immer noch eine Menge Spaß.

Lasst Bilder sprechen

Oktober 21st, 2005

Wie sagt man so schön: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Also anstatt sich täglich hinzusetzen und das Passierte hübsch in Worte zu verpacken und damit sein Weblog zu füllen, haben sich einige Schöngeister einer anderen Art der Tagesgeschehenaufarbeitung gewidmet. Sie posten täglich einfach ein Foto, verlieren keine oder nur wenige Worte dazu und nennen ihr Werk dann Photoblog.

Dass das eine wirklich schöne Weise ist, wie man seine Leser auf die Seite und tagesakuell unterhalten kann, zeigen die Klassenbesten dieses Genres.

An diesen Fotokünstlern sieht man dann wieder sehr schnell wie weit der Weg noch ist. Auch wenn einem hier und da gesagt wird, dass die eigenen Bilder doch ganz schön sind. Da liegen ja noch Klassen dazwischen. Aber ich geh mal davon aus, dass der Eine oder Andere mit Fotografie auch sein Geld verdient. Auf jeden Fall könnten sie es.

Aber so Photoblogs finde ich wirklich sehr hübsch. Vielleicht werde ich mich hinreisen lassen, hin und wieder (aber bestimmt nicht täglich) einfach ein Foto und das auch noch nahezu kommentarlos hier ins Weblog zu stellen. So “Photoblog included“. Mal schauen.

Beim Barbier

Oktober 21st, 2005

Barber Shop
copyright Photo by Ana Yacubic

Auch wenn man wenig Haare hat, muss man doch ab und zu mal zum Friseur. Und genau da war ich gestern. Ich geh da schon ne ganze Weile hin, man kennt mich beim Namen, man weiss, wie ich es gern hätte und außerdem wird man nicht mehr als nötig voll gequatscht.

Aber gestern war alles ein bisschen anders. "Ich soll ihnen einen schönen Gruß von ihrer Schwester sagen, die war gestern hier." Ach? Na das ist aber ne Überraschung. Die geht eigentlich immer wo anders hin. Na, ich werd sie mal drauf ansprechen. "Ja, und morgen vormittag steht noch jemand unter ihrem Namen drin." Was? Aha! Kann mir garnicht vorstellen, wer das dann sein könnte. Muss ich mich mal umhören.

Später dann will ich mit Hintergrundwissen auftrumpfen und rufe beim Schwesterchen an: Na wie wars beim Friseur? "Hä?" Na du warst doch gestern beim Friseur. "Nee!" Ich hab aber einen schönen Gruß von dir ausgerichtet bekommen. "Aha. Na aber nicht von mir." Seltsam. Und morgen gehste auch nicht? "Nö, wieso?" …

Komische Sachen passieren beim Friseur. Dabei dachte ich bisher immer, dass unsere Familienname einzigartig in Erfurt ist. Aber vielleicht dachte sie ja auch nur dass ich Neumann heisse …

Werwolf … ähhhh … Werkaninchen

Oktober 19th, 2005

WallaceUndGromit

Dienstag ist Kinotag. Schwere Entscheidung: Entweder die überall hoch angepriesene Pinguin-Reportage oder Knet-Trickfilm mit Kultstatus. Wir haben uns für letzteres entschieden, da wir einerseits die Pinguine auch noch später ankucken können und andererseits beim ausgewählten Film ebenfalls Pinguine ein Rolle spielen sollten.

Wir sahen uns also gestern “Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen” an und haben unsere Entscheidung zu keiner Zeit bereut.

Nach den drei, mittlerweile Kultstatus innehabenden, Kurzfilmen mit Erfinder Wallace und seinem treuen Vierbeiner Gromit werden die beiden Helden nun zum ersten Mal über eine ganze Spielfilmlängendistanz geschickt.

Continue reading »

Film zur Musik

Oktober 19th, 2005

Hansen-Band
Hansen-Band

Wer hin und wieder mal ordentliches Radio hört, hat schon mal von der Hansen-Band gehört oder deren akuelle Single “Baby Melancholie“.

Nicht nur dass die Musik sehr ansprechend klingt, nein, hinter der Band steckt auch noch ein äußerst interessantes Projekt. Für die Band haben sich Schauspieler Jürgen Vogel (bekanntermaßen genial), Max Martin Schröder (der Hund Marie bei Olli Schulz und der Keyboarder bei Tomte), Felix Gebhard (kenn ich nicht) und Thees Uhlmann (Schreiberling bei Tomte, Tocotronic-Tagebuchschreiber, les ich grad) zusammengetan und machen prima norddeutsche Musik.

Und wozu der ganze Zusammenschluß? Ganz einfach: Am 27. Oktober kommt ein Film namens “Keine Lieder über Liebe” in die Kinos, in dem es um eine fiktive deutsche Band geht. Eben genau diese Hansen-Band. Und was damals bei Bandits und den Leningrad Cowboys geklappt hat, klappt bestimmt auch hier: Den Soundtrack zum Film selbst einspielen und auf den Markt werfen. Und wer will darüber böse sein, wenn es sich so gut anhört?