High-Tech im Zeichen der Mundhygiene

August 31st, 2005

Zahnarztstuhl
copyright Photo by Craig Scott

Gestern wurde ich von ihr zum Zahnarzt geschleift. Ich würde ja nicht im Traum an Vorsorgeuntersuchungen denken, geschweige denn daran mir alle sechs Monate einen Termin zu besorgen. Aber dafür ist sie ja da. Frauen kümmern sich um sowas. Dafür lieben wir sie. Und so bleiben die Beißerchen immer taufrisch.

Wir gehen seit einiger Zeit zu so einem High-Tech-Zahnarzt. Zumindest scheint es mir, als Ahnungslosen, dass er nur mit den neuesten Geräten an einem herumdoktort. Schon das Vorzimmer, mit so Wasserspiel und sphärischen Klängen, wirkt irgendwie nicht wie Zahnarzt. Das Schärfste ist ein Fernseher an der Decke des Behandlungsraums, auf dem man während der Tortur Viva, RTL2 oder sowas kucken kann. Soll wohl ablenken.

Da beim letzten Besuch alles glatt verlaufen ist und ich auch keinerlei Beschwerden hatte, setzte ich mich eigentlich ganz sorglos in seinen Behandlungssessel. “Guten Tag Herr Mangner. Na, alles klar? Wir hatte beim letzten Mal doch ein Röntgenbild gemacht, darauf haben wir ein verstecktes Loch entdeckt!” Neeeeiiiin. Dummerweise, saß ich schon in dem verdammten Stuhl, sonst wäre ich noch mal ins Vorzimmer gerannt, um mich zu sammeln.


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UERB: Frauenfussball

August 30th, 2005

Beachsoccer
Da staunen sie nur …
Urlaubserlebnisrückwärtsbloggen

Eines der Highlights unserer Strandtage, war ein kleines, aber feines Beachsoccerspielchen. Quasifamilienduell, zwischen Meik und seinem Schnubbi auf der einen und meiner Fussballgöttin und mir auf der anderen Seite.

Es wurde von Anfang an mit sehr harten Bandagen gekämpft und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass nach dem Spiel wenigstens die Hälfte aller Mitspieler mit schweren Blessuren vom Feld getragen werden musste. Aber so ist deutscher Fussball nun mal. Wir waren schliesslich nicht in Brasilien :-)

Das Spiel gestaltete sich als ein ganz knappes Ding. Meik und ich brachten unsere Mannschaften abwechselnd in Führung und jeweils der andere glich prompt aus. Die Mädels spielten super mit, nur im Abschluß fehlten ihnen oft die nötigen Nerven. Jaja, Fussball ist schon etwas anderes als Stricken.

Um noch etwas Spannung in die Sache zu bringen, beschlossen wir, dass das Siegtor nur von einer Frau geschossen werden kann. Ab da wurde es richtig brenzlig. Die Torchance häuften sich und die Entscheidung lag förmlich in der Luft. Aber die Mädels brauchten noch eine ganze Weile, bis meine Allerliebste, traumhaft von mir in Szene gesetzt, den letzten Gegner austänzelt und grandios zum alles entscheidenden Treffer einschiebt. Ganz großer Fussball!

Rock beim Ring

August 28th, 2005

Acoustica
Acoustica im Stadtgarten

Gestern hat sich die Erfurter Band Acoustica etwas sehr Witziges zu ihrem zwölfjährigen Jubiläum einfallen lassen. Sie haben ein kleines Festival organisiert: Rock beim Ring. Eingeladen wurden fünf Bands: Gentlemanica, Die Skeptica, AC/DC/CA, America und Synthetica. Wie sich leicht erraten lässt wurden alle fünf Bands von Acoustica dargestellt. Eine prima Idee, die viele Lacher sorgte.

Das Konzert wurde durch die verschiednen Bands in unterschiedliche Musikstile unterteilt. Von Reagga-HipHop, über Punk, Hardrock und Country bis hin zu electronischer Musik á la 80er.

Acoustica waren wieder einmal super aufgelegt und haben neben ihren Klassikern auf einiges Neues gespielt. Ich wusste bis gestern nicht, dass man 50Cents Candyshop auf die Musik von AC/DCs Highway to Hell singen kann oder wie sich die Man-O-War-Version von Backe-Backe-Kuchen anhört :-)

Alter Anarcho-Spruch

August 25th, 2005

Gerade auf 3Sat gehört:


Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie verboten!

Wenn man kurz drüber nachdenkt (aber nicht zu lange) hat der Spruch etwas unangenehm Verstörendes.

Emporer’s New Cloth

August 25th, 2005

Einkaufswagen
copyright Photo by Adrian Hanft

Gestern von der Frau zum Einkaufen geprügelt. Nee, eigentlich wusste ich ja selber, dass ich mal was Neues gebrauchen könnte. Ging auch alles erstaunlich schnell von statten. Zwei Läden. Ein Shirt. Zwei Hosen. Mal keine Jeans. Nichts besonderes. Und allzu teuer war der Spass auch nicht.

Wie Männer nun mal so sind, am nächsten Tag gleich die neuen Klamotten anziehen. Kaum im Büro angekommen, den Flur als Laufsteg benutzend und model-like entlangschlendernd kriegt man von der weiblichen Belegeschaft begehrliche Blicke und ein "Huch, du siehst aber heute schick aus" hinterher geworfen.

Wenn ich ne Frau wäre, würde ich mich jetzt in Zweifel stürzen, ob ich denn sonst immer so schlimm ausgesehen habe und überhaupt, was soll die Bemerkung dieser doofen Zicke. Da ich aber ein Mann bin freu ich mich einfach über ein Kompliment und lebe meinen Tag weiter. Mal keine Jeans und schon für schick empfunden.

Das wars Heppe

August 25th, 2005

Jens Heppner
Heppner neben Zabel

Nur weil Jens Heppner gestern unbedingt seinen Abschied vom Profiradsport mit einem Radrennen in Jena feiern musste, wurde mein ohnehin schon knapp bemessener und auf die Zehntelsekunde austarrierter Weg zum Bahnhof unnötig gestört. Ich musste tatsächlich rennen, weil ich einen Umweg um mehrere Blocks herum laufen musste, da die Jenaer Innenstadt einerseits mit einer Menge Absperrgittern zu einem Labyrith umgebaut wurde und andererseits zehntausende Schaulustige die ohnehin schon engen Gänge verstopften.

Das Rennen selbst muss wohl ganz lustig gewesen sein. Die Creme de la Creme das deutschen Radsports war Heppes Einladung gefolgt und so gewannen Bert Grabsch, Grischa Niermann und Jens Voigt die Zwischenwertungen. Am Ende setzten sich Jens Heppner mit seinen Freunden Jan Ullrich und Jörg Jaksche ab und man lies den Initiator des Rennen seinen letzten Sieg feiern.

Böse Zungen behaupten ja: “Ullrich schon wieder Zweiter” :-)

UERB: Sunrise, sunrise

August 23rd, 2005

Sonnenaufgang
Mutterseelenallein am Strand
Urlaubserlebnisrückwärtsbloggen

Gaaaaanz früh aufstehen. Geschätzter Sonnenaufgang gegen fünf Uhr. Also den Wecker auf vier Uhr dreißig gestellt und tatsächlich aufgewacht. Noch ist es stockdunkel, nur der Beinahevollmond sorgt für etwas Licht. Ab zum menschenleeren Strand. Der Sand und auch die Luft sind richtig kalt. Zusammengekuschelt sitzen wir im Sand, wärmen uns gegenseitig und starren auf die dunkle See. Die ersten rosa Streifen zeigen sich am Horizont.

Das dauert aber ganz schon lange, es ist schon deutlich nach fünf und nix passiert. Und wärmer wird es auch nicht. Weil es noch so verdammt früh ist, nicken wir beide schliesslich ein.

Ich schrecke hoch. Und zwar im absolut richtigen Moment. Die Sonne luckt schon hinter dem Horizont hervor. Da hätten wir doch bei nahe den ganzen Spaß verpasst. Fünf Uhr fünfzig. Wer hat eigentlich behauptet, die Sonne müsse so gegen fünf aufgehen? Immer noch gegenseitig wärmend schauen wir dem Schauspiel zu. Die Farben scheinen sich von Minute zu Minute zu verändern.

Nachdem wir also viel zu früh zum Strand gegangen sind, wurden wir dann doch noch belohnt. Es wurde schnell wärmer und die aufgehende Sonne tauchte alles in ein unglaubliches Licht.

Wir blieben noch einige Zeit am Strand, schossen ein paar Fotos und genossen die Ruhe, ehe wir wieder mit frischen Brötchen im Gepäck zurück zum Campingplatz gingen um mit den Anderen, immer noch schlafenden, zu frühstücken.

UERB: Durchaus Geländetauglich

August 23rd, 2005

Buggy
Mein Gefährt für eine Stunde
Urlaubserlebnisrückwärtsbloggen

Gleich beim Eintreffen auf unserem Campingplatz ist uns die Quad-Vermietung gleich in der Nähe aufgefallen. Sofort stand fest: das werden wir ausprobieren.

Einige Tage später haben wir uns zwei Geländebuggys und ein Quad reserviert und später am Tage war es dann so weit.

Meine bessere Hälfte auf den Beifahrersitz, Hosenträgergurte fest gezurrt und die Kiste gestartet. Was für ein Höllenlärm so eine kleine Schleuder machen kann. Aufs Gas, die Schlupfkupplung hört auf zu schlupfen und ab gehts. So ein Buggy fährt sich eigentlich wie ein Go-Kart, recht zögerliche Beschleunigung, nix zu schalten, aber dennoch recht flott: handgestoppte 65km/h. Aber erst in den Kurven macht so ein Buggy richtig Spass. Die vier einzeln aufgehängten Räder und die viel weichere Federung sorgen für ein echtes Rallygefühl. Heiße Drifts und kontrolliertes Ausbrechenlassen. Kleinere Unebenheiten werden einfach geschluckt, größere Unebenheiten werden übersprungen.

Buggy Meik und Vana
Vana etwas ängstlich

Nur eins war dumm. Die Dinger sind ganz normale, für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassene, Fahrzeuge und leider gab es keinen privaten Platz, wo man sich mit den Buggys hätte richtig austoben können. So sind wir meistens öffentliche Straßen gefahren und haben hin und wieder einen abgelegenen Parkplatz mit ein, zwei Donuts verschönert.

Achja, nur eins war lauter als der Höllenmotor: Das ängstliche Gekreische der Beifahrerin :-)

Gerade wieder daheim

August 21st, 2005

Strandkörbe
copyright Photo by Torsten Mangner

So. Wir sind gerade wieder in der Heimat aufgeschlagen (und schon wieder am Bloggen). Neuneinhalb Stunden Autobahn kosten eine Menge Nerven. Aber genau die bräuchte ich jetzt um noch fleißig Urlaubsimpressionen zu bloggen.

Also werd ich das auf die kommenden Tage verschieben. Morgen werd ich mit Bilderaufbereiten beginnen. Beim ersten Drüberschauen habe ich festgestellt, dass durch aus auch Brauchbares auf dem Speicherstick der Kamera gelandet ist.

Nach den Bildern wird sicherlich noch das ein oder andere Erlebte in Worte gepresst und hier veröffentlicht. Wird wohl so eine Art Urlaubserlebnisrückwärtsbloggen.

So, jetzt freu ich mich auf mein eigenes, schwer vermisstes Bett und den verdienten Kopfschmerztablettenschlaf.

Viel versprochen, wenig gehalten

August 13th, 2005

TEAG Hainleite
copyright Photo by Torsten Mangner

Wie letztes Jahr auch, waren wir heute zum größten Thüringer Radsportereignis, der TEAG Hainleite. Ein Ein-Tages-Rennen über 180km mit Start und Ziel in Erfurt, zu dem sich dieses Jahr auch die ganz Großen des deutschen Radsports angemeldet haben. Allen voran das T-Mobile-Team um Jan Ullrich und Jens Voigt mit seinem CSC-Team.

Tja, beim “angemeldet” blieb es dann leider auch. Auf die fünf abschliessenden Runden im Steigerwald, wo die meisten der Zuschauer warteten, gingen nur ein Bruchteil der angetretenen Fahrer. Und zwar genau die, die in einer Spitzengruppe und einer weiteren Verfolgergruppe dem Hauptfeld ausgerissen waren und über 18 Minuten Vorsprung hatten. Das Peleton wurde dann beim Eintreffen in Erfurt vermutlich aus dem Rennen genommen, um auf den fünf Runden der abschliessenden Schleife nicht zwei Gruppen, mit völlig verschiedenen Kilometerzahlen zu haben.


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