Comments are closed.
Auf’s Glück einprügeln
“Man muss so lange auf das Glück einprügeln, bis es sich auf deine Seite neigt.” Mit diesen Worten kommentierte Jens Voigt die Übernahme des Gelben Trikots bei der Tour de France 2005. Er hat es so oft probiert, er ist meist gescheitert, aber er versucht es jeden Tag aufs Neue.
Er kann die Füsse einfach nicht still halten. Der zweite Platz in Gesamtwertung vor der gestrigen Etappe ist schon mehr als alle sich hätten träumen lassen. Aber nur eine Minute Rückstand auf Tourfavorit Lance Armstrong lässt bei Herrn Voigt alle Glöckchen läuten. Man könnte es doch mal versuchen. Und er hat’s versucht.
Schon frühzeitig hat er sich mit seinem Ex-Teamkollegen Cristophe Moreau die Verfolgung von Ausreiser und späterem Etappengewinner Michael Rasmussen auf der ersten kleinen Bergetappe gemacht. Einholen konnten sie ihn nicht, aber viel Zeit aufs Hauptfeld rausfahren. Genau drei Minuten kam jens Voigt dann vor dem Peleton mit Armstrong und Ullrich ins Ziel und übernahm damit das zweite Mal seit 2001 das Maillot Jaune.
Und ihn seiner bekannten Art und Weise freute er sich wie ein kleines Kind als er das Trikot ubergezogen bekam. Er ist und bleibt der sympatischste Fahrer des Feldes.
Lange wird er es nicht behalten können, so viel ist klar. Aber zwei Tage lange hat er es mit Sicherheit auf den Schultern. Denn heute ist Ruhetag und morgen ist es bis zum Zielstrich auf jeden Fall seins.
Filed under Elf Freunde sollt ihr sein! | Comment (1)One Response to “Auf’s Glück einprügeln”

Hier noch sein Tagebucheintrag der Etappe